Südtirol im Herbst 2005.

Zum
60. Geburtstag von Eni hatte ich die “Route Eni 60”
geplant, 2 Tage am Wochenende im Herbst 2006 durch die
Schweiz nach Südtirol. Nachdem es die ganze Nacht
geregnet hatte, fuhren wir mit der entsprechenden
Zuversicht los, wir wußten ja was uns für ein Wetter
in den Alpen erwartet

Von
Kandern fuhren wir über Rheinfelden in die Schweiz,
weiter über die Autobahn Zürich - Chur. Drei weitere
Bikes werden unterwegs noch zu uns stoßen, dann ist
die Truppe komplett

Kurz
vor Chur nahmen wir eine kleine Stärkung im Rasthof
Heidiland. Nun waren wir auch komplett und es ging
weiter in Richtung Davos über den Flüelapass (2383 m)
und Ofenpass (2149 m)



Auf
dem Ofenpass gab es eine Rast mit Stärkung,
erwartete uns doch in Santa Maria der anspruchsvolle
Umbrailpass (2503 m), der Übergang von der Schweiz
nach Italien. Dieser führte uns weiter auf das
Stilfser Joch (2758 m)

Es
ließ sich erahnen, was für eine Abfahrt uns bevor
stand. Belohnt wurden wir mit einer tollen Aussicht.


Nach
der Abfahrt noch eine Kaffeepause, bevor wir in
Richtung Meran weiter fuhren.



Kurz
vor Meran geht es links ab in das Schnalstal. In
Vernagt hatten wir unsere Übernachtung gebucht. Kurz
vor Einbruch der Dunkelheit, sind wir im Hotel
angekommen.





Unser
Hotel lag direkt am Stausee. Auf ein deftiges
Nachtessen mit Weizenbier folgte zuletzt noch ein
Schlummertrunk an der Hausbar. Nach einem erholsamen
Schlaf und einem guten Frühstück hieß es wieder packen
und losfahren. Zurück aus dem Tal fuhren wir wieder in
Richtung Stilfser Joch, das wir noch einmal in voller
Länge genießen wollten. 87 Spitzkehren lagen vor uns,
noch hatte uns der Hochnebel voll im Griff, was sich
aber bald ändern sollte.


Hatten
wir erst einmal die Nebeldecke hinter uns gelassen,
wurden wir mir einer herrlichen Aussicht belohnt.
Begeistert war ich über das Kurvenverhalten der
“Midnightstar”, es hat einfach nur Spaß gemacht. Über
das Stilfser Joch führte uns die Abfahrt über Bormio
nach Livigno, wo man zollfrei einkaufen und billig
tanken kann.


Von
Livigno fuhren wir hoch zum Bernina Pass (2328 m) und
talwärts über Pontresina und Samedan, um zum Abschluß noch
den Albula Pass (2315m) zu befahren. Die ersten
Regentropfen kündigen sich an, wir wußten dass uns bei der
Heimfahrt vermutlich ab Chur für den Rest der Strecke
starke Niederschläge erwarten.

Noch
hielt das Wetter und wir konnten es uns erlauben, ab
Tiefencastel noch die Lenzerheide zu befahren. Zum Abschluß
der Tour haben wir noch schnell einen Kaffee zu uns
genommen, Regenbekleidung angezogen, um kurz vor dem
Walensee in den Starkregen bis nach Kandern einzutauchen.
Die “Route Eni 60” war für alle Beteiligten ein tolles
Erlebnis. Wir sind doch ohne Zwischenfälle wieder alle
gesund zu Hause angekommen. Noch mal meinen herzlichen Dank
an alle Beteiligten, die letztendlich zum Gelingen dieser
Tour beigetragen haben.
Hans
Herion